Falcon News
ADAC Supercross Finale in Dortmund

Thury und Gödtner brachten Halle zum kochen

Die West­fa­len­hal­le in Dort­mund war Schaupunkt für das Finale der diesjährigen Supercross Saison. Das wei­te Rund in der Ruhr­me­tro­po­le glich einem He­xen­kes­sel, die Stim­mung er­reich­te gleich meh­re­re Hö­he­punk­te. Vor al­lem unsere Falcon Pi­lo­ten ris­sen die Zu­schau­er buch­stäb­lich von ih­ren Sit­zen. SX1-?Roo­kie Do­mi­ni­que Thu­ry #64 fuhr mit Platz zwei sein bis­her bes­ten Er­geb­nis in der Kö­nigs­klas­se ein. Be­ne­dikt Gödt­ner #9 steuerte als ers­ter Ge­win­ner der SX3-?Wer­tung im ADAC SX-?Cup sei­nen Teil zur aus­ge­las­se­nen Stimmung bei.

 

Der Freitag

Gödt­ner mit Sieg zum ADAC-?SX-?Cup-?Ti­tel

Be­ne­dikt ist der ers­te SX3-?Cham­pi­on des ADAC SX-?Cups. Mit ei­nem Sieg im Fi­nal­e am Auf­taktabend in Dort­mund ging der 14-?jäh­ri­ge Falcon -Pilot aus Hen­nef bei Bonn in der Ta­bel­le un­ein­hol­bar in Füh­rung. Mit einem Vorsprung von unglaublichen 8,434 Sekunden, konnte er kurz nach dem Rennen sein Erfolg vor 9.000 jubelnden Zuschauern feiern.

Benedikt: „Das ist un­glaub­lich auf­re­gend. Es ist im­mer schön, zu ge­win­nen, aber das hier ist ein ganz be­son­de­rer Sieg. Der Kurs ist ex­trem an­spruchs­voll und die Stim­mung ist ein ganz be­son­de­res Fee­ling.“

Unsere anderen beiden Nachwuchspiloten John-Pascal Gieler #226 und Nick Domann #543 beendeten das Finale am Freitag auf den Plätzen fünf und neun.

Thu­ry sen­sa­tio­nell auf Platz zwei

Zwar entschied der US-?Ame­ri­ka­ner Ben La­may das SX1-?Fi­na­le für sich. Zum Aus­ras­ten brach­te die Zu­schau­er in Dortmund al­ler­dings der junge Schneeberger Domi­ni­que Thu­ry. Dieser fuhr in ei­nem ful­mi­nan­ten Fi­na­le auf den zwei­ten Platz und si­cher­te sich sei­nen ers­ten SX1-?Po­destrang.

Dominique: „Ge­ra­de in Dort­mund auf dem Po­di­um zu ste­hen, das ist ein­fach un­glaub­lich“, sag­te Thu­ry. „Ich ha­be dar­auf hin­ge­ar­bei­tet, aber an ei­nen Po­dest­platz ha­be ich nicht ge­glaubt. Mein Team sag­te mir, ich sol­le ma­xi­mal 90 Pro­zent ge­ben und mich dar­auf kon­zen­trie­ren, kei­ne Feh­ler zu ma­chen. Das war am En­de der Schlüs­sel zum Er­folg. Trotz­dem wur­de ich am En­de et­was ner­vös. Nicht kör­per­lich – ich bin gut aus­trai­niert. Es war ein­fach Kopf­sa­che. Um­so schö­ner, dass es vor dem su­per Pu­bli­kum ge­klappt hat.“

Dabei begann der Arbeitstag für Thury mit unfreiwilligen Bodenproben alles andere als optimal. „Bei meinem Sturz im Vorlauf kam ich zu kurz nach einem Sprung und bin über den Lenker abgeflogen. Das war auf jeden Fall meine Schuld“, schildert der Sachse. „Im Halbfinale war das anders, ich bin gelandet und zwei Spuren gingen komplett in eine andere Richtung. Ich bin dann über Kreuz abgesprungen, das konnte nicht gut ausgehen.“

Der Samstag

Thu­ry übernimmt die Wer­tung in Dortmund

Mit sei­nem zwei­ten Po­dest­platz in Fol­ge –hin­ter Va­len­tinTeil­let aus Frank­reich und dem US-?Boy Owen – über­nahm Do­mi­ni­que Thu­ry die Füh­rung in der Wer­tung um den Ti­tel ‚Kö­nig von Dort­mund’ – dem bes­ten Fah­rer al­ler drei Ta­ge in der Ruhr-?Me­tro­po­le. Sym­bo­lisch erhielt er die gel­be Start­num­mern-?Pla­te für den Ta­bel­len­füh­rer.

Dominique: „Es wä­re ge­lo­gen, wenn ich sa­gen wür­de, dass ich da­von nicht ge­träumt ha­be, aber jetzt das Ding in Hän­den zu hal­ten, über­trifft mei­ne Er­war­tun­gen bei Wei­tem.“

Da­bei war der Po­dest­platz für Thu­ry kein Selbst­läu­fer und er muss­te sei­ne Po­si­ti­on ein ums an­de­re Mal ver­tei­di­gen. Um­so wich­ti­ger war die Un­ter­stüt­zung der Zu­schau­er in der West­fa­len­hal­le. „Gro­ßer Dank an die Fans in Dort­mund. Das gan­ze Ren­nen über ha­be ich die Stim­mung ge­nos­sen – das hat mich un­glaub­lich ge­pusht.“

Benedikt erwischt schlechten Start

Nach einem mehr als schlechten Start im Finale der SX3 - Wertung, kämpfte sich Benedikt Runde für Runde nach vorne an die Spitze in der letzten Runde dann der Angriff auf die Spitzenposition - doch leider reichte es am Ende nicht ganz für den Sieg. Die eigene Dort­mund SX3-?Wer­tung um den Ti­tel ‚Klei­ner Prinz von Dort­mund’ machte er nun span­nen­der denn je. Benedikt führte mit 44 Punk­ten vor Jung­mann (41 Punk­te). Dafür lief es für John viel besser als Vortag mit dem dritten Rang hinter Benedikt sicherte er für das Falcon Motorsports Team einen weiteren Podestplatz. Nick finishte auf Rang zehn.

Der Sonntag

 

Nerven lagen blank

Dominique startete als Tabellenführer in das SX1-Finale am Sonntag. Die ganz große Sensation gelang ihm aber nicht. Nach seiner starken Leistung an den beiden Vortagen verlor er im Finale erstmals die Nerven. Auf Position drei liegend verlor er am Ende des Waschbretts die Kontrolle über seine KTM und stürzte spektakulär über den Lenker, damit war der Traum vom Königstitel für ihn ausgeträumt. Die große Sensation ? des erste Gesamtsieges eines deutschen Fahrers seit Harald Ott 1988 ? blieb zwar aus, die Zuschauer belohnten die tollen Leistungen von Dominique aber trotzdem mit großem Applaus.

       

Unmittelbar nach diesem Wochende startet für Dominique der Countdown für die anstehende Outdoorsaison. „Nach Dortmund werde ich intensiv mit dem Konditionstraining für draußen beginnen. Ich würde auf jeden Fall Dolle und Frankenbach fahren, das hängt aber vom Wetter ab. Wenn es gefroren ist, wird mir das zu gefährlich. Neben den Masters steht für mich auf jeden Fall 2016 die DMSB Open-Meisterschaft an und eventuell ausgewählte Rennen in der MX2 Meisterschaft.

Ein ähnliches Bild in der SX3- Klasse. Benedikt startete als großer Favorit. Nachdem er sich am Freitag vorzeitig den Titel „ ADAC SX Cup Sieger“ sichern konnte, ging es nun um den Titel „Kleiner Prinz von Dortmund“. Den Start sicherte sich zunächst John- Pascal, doch Benedikt zögerte nicht lange und zog vorbei. Letzte Runde dann der Angriff, im Waschbrett ging es um den Sieg, Benedikt riskierte alles, verlor das Gleichgewicht und konnte einen Sturz gerade so vermeiden. Nachdem ihm im wahrsten Sinne die Luft weg blieb, war am Ende die Freude über den Titel ?“Kleiner Prinz von Dortmund“? aber trotzdem groß. John fuhr als Vierter über die Ziellinie, gefolgt von Nick auf Platz zehn.

Die kleine Schwester von Benedikt- Lena Gödtner zeigte den Jungs in der SX4- Klasse, was sie alles von ihrem großen Bruder gelernt hatte und belegte den siebten Platz.

Ride On euer Falcon Motorsports Team

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